HubSpot vs. Salesforce - CRM-Plattformen im Vergleich

Wenn Sie an CRM-Plattformen denken, wird Ihnen möglicherweise als erstes das System Salesforce in den Sinn kommen. Dies ist auch kein Wunder, denn Salesforce ist schon seit langem fest am Markt etabliert und wird von zahlreichen Unternehmen genutzt. Allerdings wächst die Konkurrenz stetig an. So hat sich beispielsweise HubSpot in vielen Unternehmen aufgrund seiner schnellen Anpassungsfähigkeit als eine beliebte Alternative zum alteingesessenen Salesforce erwiesen.

Mit steigenden Optionen verstärken sich immer auch die Probleme in der Optionsabwägung und Entscheidungsfindung. Falls Sie zwischen diesen beiden Systemen tendieren, fragen Sie sich sicherlich, welches System für Sie die optimale Lösung sein könnte. Um Ihnen die Entscheidungsfindung zu erleichtern, stellen wir Ihnen in diesem Artikel beide CRM-Plattformen samt ihrer Vor- und Nachteile genauer vor.

Ein kurzer Überblick: Was bieten HubSpot und Salesforce?

Zunächst ein allgemeiner Überblick: Beide CRM-Plattformen sind cloudbasiert und bieten Anwendungen für Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Diese Funktionen helfen Unternehmen dabei, ihre Kundenbeziehungen zu pflegen. Während der Funktionsumfang also weitgehend gleich ist, unterscheiden sich die beiden Plattformen unter anderem in ihrer Handhabung:

Salesforce: Das CRM von Salesforce bietet hinsichtlich seiner Funktionen viele Anpassungsmöglichkeiten. Diese gestalten sich teils sehr komplex, sodass geschultes Fachpersonal sinnvoll und teilweise sogar nötig ist, um Anpassungen korrekt vorzunehmen. Das umfangreiche Angebot der CRM-Plattform führt dazu, dass das Nutzererlebnis sowie die Systemverbindungen je nach verwendeten Produkten und je nach Anwenderqualifikation sehr unterschiedlich ausfallen können. Die Sales-Cloud ermöglicht es Unternehmen weiterhin Leads zu verfolgen, Fortschritte zu tracken und Vertriebsprozesse zu automatisieren. Außerdem kombiniert die CRM-Plattform von Salesforce Tools für Sales-Automatisierung, Reporting und Dealmanagement.

HubSpot: HubSpot setzt mit seinem CRM den Fokus vor allem auf sich noch im Aufschwung befindliche Unternehmen. Seine Beliebtheit verdankt die CRM-Plattform unter anderem seiner Einsteiger- und Benutzerfreundlichkeit. So bietet HubSpot nicht nur eine übersichtliche und strukturierte Oberfläche, sondern darüber hinaus auch Leitfäden und E-Mail-Vorlagen, an denen sich die Nutzer orientieren können. Neben der Verwaltung von Kundenbeziehungen stellt HubSpot seinen Nutzern eine hauseigene Software für das Content-Management bereit. Die Integration von Sales Hub in die CRM-Plattform ermöglicht darüber hinaus die Nutzung von CPQ-Tools, Vertriebssoftware, Sales-Analytics und Conversation Intelligence. Im Gegensatz zu Salesforce ist das Nutzererlebnis sehr einheitlich gestaltet und vermittelt immer das Gefühl, eine konsistente, bruchfreie Software zu verwenden.

HubSpot und Salesforce – Die Unterschiede

HubSpot und Salesforce unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer Einsteigerfreundlichkeit. Es gibt viele weitere wichtige Unterschiede, die Sie kennen sollten, bevor Sie sich für eine der beiden CRM-Plattformen entscheiden.

1. Kosten

Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen, die über ein begrenztes Budget verfügen, spielen Kosten traditionell eine wichtige Rolle. Zwischen HubSpot und Salesforce gibt es diesbezüglich einige Unterschiede:

HubSpot: HubSpot bietet verschiedene Kostenmodelle mit unterschiedlichem Leistungsumfang an. Diese reichen von einem kostenlosen CRM-Account bis hin zum komplett ausgewachsenen und individuell gestalteten Gesamtsystem. Aufgrund des starken Fokus von HubSpot auf eine individuelle Paketstruktur lassen sich unzählige Varianten eines HubSpot-Systems zusammenstellen, die alle Budgetgrößen abdecken. Theoretisch ist dieses Konzept in der Skalierbarkeit nach oben offen. Die Vorteile liegen in der Breite der Anwendbarkeit: Kleine Unternehmen können mit einem kleinen, günstigen System starten und sich stetig weiterentwickeln. Auf der anderen Seite lassen sich Kosten gezielt dort einsparen, wo es sinnvoll ist. Benötigt beispielsweise ein Mitarbeiter nur eine Einsicht in bestimmte Aspekte (zum Beispiel in die Berichterstattung) können auf Account-Ebene Rechte reduziert und somit auch Kosten eingespart werden. Ein weiterer Grund dafür ist, dass die Kosten in einigen Bereichen des HubSpot-Systems in Abhängigkeit der Anzahl verbundener Mitarbeiter steigen und schließlich braucht nicht jeder Mitarbeiter einen Vollzugriff.

Da sich zudem die einzelnen Teile der CRM-Plattform nahtlos ineinanderfügen, ist eine externe Verwaltung nicht nötig. Auch hier werden Kosten eingespart. Darüber hinaus ist der Kundensupport für Nutzer der Enterprise- und Professional-Pläne kostenlos und die Software für Verkaufsgespräche ist bereits in alle Pläne ohne weitere Kosten integriert. Auch die Vertriebssoftware ist zumindest im Enterprise-Modell kostenlos im vollen Umfang enthalten.

Salesforce: Auch Salesforce bietet verschiedene Kostenmodelle an, die jeweils einen anderen Leistungsumfang bereitstellen. Allerdings müssen Sie stets auf versteckte Kosten achten. Nicht zu vernachlässigen sind insbesondere die Kosten für die Konfiguration der Plattform, welche 5.000€ betragen. Darüber hinaus finden sich weitere Kosten im Telefonsupport, für den 20% der Nettovertragskosten berechnet werden. Wer Zugriff auf weitere Funktionen haben möchte, zahlt zudem 30% der Nettovertragskosten. Zusammen mit den monatlichen Kosten für die Vertriebssoftware und die Software für Verkaufsgespräche können sich so nicht unbedeutende Mehraufwände ergeben.

 

2. Funktionen und Leistung

Um zu entscheiden, welche CRM-Plattform zu Ihrem Unternehmen passt, lohnt sich ein Blick auf die Funktionen und den Leistungsumfang der jeweiligen Anbieter:

HubSpot: HubSpot bietet ein vollständiges, leistungsstarkes CRM. Die Tools der Sales Hub-Suite umfassen Kontaktmanagement, Sales-Analysen sowie -automatisierung, Pipeline-Management und vieles mehr. Vor allem aufstrebende mittelständische Unternehmen im B2B-Bereich vertrauen auf die Leistung der CRM-Plattform von HubSpot. Aber auch größere Unternehmen profitieren von der umfangreichen Funktionspalette.

Salesforce: Salesforce verdient seinen Ruf als komplexes CRM für Großunternehmen. In Bezug auf die Funktionalität bietet das CRM von Salesforce mehr Anpassungsmöglichkeiten als das von HubSpot. Doch um tatsächlich von dieser Flexibilität profitieren zu können, benötigen Sie geschultes Fachpersonal, das eventuell nicht in Ihrem eigenen Unternehmen zu finden ist. Deshalb ist Salesforce vor allem für Unternehmen geeignet, die die Kosten für professionelle Entwicklungs-, Verwaltungs-, und Beratungsdienste tragen können. Darüber hinaus verfügt die CRM-Plattform von Salesforce über ein ausgezeichnetes Kontaktdaten-Management sowie Dashboards, Analytics, Pipeline-Management, Sales-Automatisierung und Prognosen.

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3. Automation

Die Automatisierung bestimmter Marketingprozesse ist heutzutage wichtiger denn je. Sie sorgt für ein effizientes und produktives Arbeiten und schlussendlich dafür, dass alles reibungslos abläuft. In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen was HubSpot und Salesforce jeweils in Sachen Automation zu bieten haben:

HubSpot: HubSpot verfügt über umfassende Automatisierungsfunktionen, insbesondere repräsentiert durch die Rubrik der Workflows, die Sie für jeden Kontakt, jedes Unternehmen, jedes Geschäft und jeden Ticketwert erstellen können. Die CRM-Plattform unterstützt Sie dabei, interne oder kundenorientierte Aktionsketten nach dem Schema „Wenn dies, dann das“ zu erstellen. Manche Automatisierungsfunktionen sind jedoch dem Enterprise-Modell vorbehalten. Dazu zählen unter anderem Predictive Lead Scoring, Tracking wiederkehrender Umsätze und benutzerdefinierte Ereignisauslöser.

Salesforce: Salesforce verfügt über Einstein, seine eigene integrierte künstliche Intelligenz, die Ihnen hilft, effizienter zu arbeiten. Mit dem Add-on können Sie vollständig automatisierte Prozesse einrichten, durch die Kontakte zu Leads und Leads zu Kunden umgewandelt werden. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2018 generiert Salesforce Einstein mittlerweile mehr als 1 Milliarde Vorhersagen pro Tag für seine Kunden.

 

4. Reporting und Analytik

Eine gute CRM-Plattform sollte Ergebnisse und Analysen übersichtlich darstellen. So erhalten Sie einen Überblick über Ihre Erfolge sowie über notwendige Verbesserungen innerhalb Ihrer Marketingstrategie. Sowohl HubSpot als auch Salesforce haben auf diesem Gebiet etwas zu bieten:

HubSpot: Analytik war nicht immer die Stärke von HubSpot. Doch die jüngsten Verbesserungen bei der Berichterstellung sowie die Einführung der Umsatzattributionsberichterstattung im Marketing Hub haben einen Wandel eingeleitet und HubSpot ist dabei in diesem Bereich stark aufzuholen.

Salesforce: Salesforce verfügt bereits länger über eine leistungsstarke und robuste Berichterstattung, die sich auf viele Weisen anpassen lässt. Um diese Anpassungen korrekt vornehmen zu können, sind allerdings meist Schulungen notwendig.

 

5. Zusammenspiel der Funktionen und Skalierbarkeit

Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Tools sowie die Skalierbarkeit sind wesentliche Elemente, wenn es um die Benutzerfreundlichkeit geht. Die Bedürfnisse wachsender Unternehmen verändern sich stetig und genau deshalb lohnt es sich, den Aspekt der Skalierbarkeit genauer unter die Lupe zu nehmen:

HubSpot: Die CRM-Plattform sowie die dazugehörigen Softwares für Vertrieb, Marketing, Content-Management und Service wurden von HubSpot einheitlich entwickelt. Damit greifen alle Elemente nahtlos ineinander und können auf ähnliche Weise benutzt werden. Wer einmal das Grundprinzip verstanden hat, wird sich auf der Plattform von HubSpot gut zurechtfinden. So müssen Sie sich nicht zwischen Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit entscheiden, sondern können die Plattform ganz nach Ihren Bedürfnissen personalisieren. HubSpot ist darauf ausgelegt, wachsende Unternehmen zu begleiten, deren Bedürfnisse sich stetig weiterentwickeln. Daher haben Sie die Möglichkeit Ihren Funktionsumfang flexibel zu skalieren und mithilfe benutzerdefinierter Objekte eine individuelle Datenstruktur zu erschaffen.

Salesforce: Salesforce lässt sich nahezu unbegrenzt an die Bedürfnisse eines Unternehmens anpassen. Diese hohe Anpassungsfähigkeit hat allerdings auch ihren Preis und der geht zu Lasten der Benutzerfreundlichkeit. Das immer wieder neue Hinzufügen von Daten und Prozessen, die sich nicht nahtlos in das CRM einfügen, macht die Plattform auf Dauer schwerfällig und verlangsamt Ihre Arbeitsabläufe. Auf der anderen Seite ermöglicht Ihnen das hohe Maß an Personalisierung die Erstellung detaillierter Prognosen und Berichte-Dashboards.

 

Fazit

Sowohl HubSpot als auch Salesforce bieten umfangreiche und leistungsstarke CRM-Plattformen. HubSpot setzt bei seiner Plattform vor allem auf ein nahtloses Benutzererlebnis und spricht mit seinen niedrigen Kosten sowie einfacher Skalierbarkeit besonders junge Unternehmen an, die sich noch im Wachstum befinden.

Salesforce hingegen besticht mit seiner hohen Anpassungsfähigkeit, durch die Unternehmen ganz nach ihren Bedürfnissen handeln können. Allerdings ist die CRM-Plattform sehr komplex. Es sind zwar genauere Anpassungen als bei HubSpot möglich, jedoch wird für diese in der Regel geschultes Fachpersonal benötigt. Zudem erfordern die Anpassungen einiges an Zeit.

HubSpot hingegen stellt Sie nicht vor die Entscheidung zwischen Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Alle Funktionen können über eine zentrale Benutzeroberfläche erreicht werden. Außerdem sind sämtliche Tools aufeinander abgestimmt, so dass sie nicht nur reibungslos ineinandergreifen, sondern auch fehleranfällige API-Schnittstellen unnötig werden.

Gerade im Bereich des Inbound- und Content-Marketings ist die transparente Analyse der Maßnahmen von entscheidender Bedeutung. Nur so kann der Erfolg gemessen und ausgebaut werden. HubSpot punktet in diesem Bereich, indem es zu allen Elementen genaue Daten erfasst. Darüber hinaus lässt sich die Costumer Journey dank der Übersichtlichkeit des HubSpot CRMs besonders gut nachverfolgen.

Wir hoffen, dass Sie mit dieser Gegenüberstellung Ihrer Entscheidungsfindung nähergekommen sind. Falls Sie weitere Unterstützung benötigen und sich die Vorzüge der HubSpot Plattform einmal im Detail ansehen möchten, dann kommen Sie gern auf uns zu. Als erfahrene Online-Marketing-Agentur unterstützen wir Sie persönlich, qualifiziert und individuell.